Die Adventszeit ist für uns oft die schönste Zeit im Jahr – überall glitzert es, es duftet nach Plätzchen und wir rücken enger zusammen. Aber für deinen Hund sieht die Welt gerade ganz anders aus. Sein Zuhause wird plötzlich umgeräumt, es riecht überall nach fremden, scharfen Düften und ständig herrscht Trubel.
Wenn wir verstehen, dass unser Hund die Feiertage eher als eine Art „Ausnahmezustand“ erlebt, können wir ihm helfen, die Tage genauso zu genießen wie wir.
Das Wichtigste auf einen Blick:
Sicherheit geht vor: Achte auf giftige Pflanzen wie Weihnachtssterne und vermeide unbedingt Schokolade oder fettiges Festessen, um die Gesundheit deines Hundes nicht zu gefährden.
Ruheinseln schaffen: Gönne deinem Hund einen festen Rückzugsort, an dem er vom Trubel und den Gästen absolut in Ruhe gelassen wird.
Routinen beibehalten: Halte dich so gut wie möglich an eure gewohnten Gassi-Zeiten und Rituale, um deinem Hund in der veränderten Umgebung Sicherheit zu geben.
Die Welt aus der Perspektive deines Hundes
Dein Hund checkt seine Umwelt vor allem über die Nase. In der Weihnachtszeit wird diese gewohnte Sicherheit oft über den Haufen geworfen. Räuchermännchen oder Duftkerzen sind für die empfindliche Hundenase oft viel zu viel des Guten.
Dazu kommt unser eigener Stress. Wenn wir hektisch Geschenke besorgen oder die Wohnung putzen, kriegt dein Hund das sofort mit. Er spiegelt deine Unruhe, ohne zu wissen, warum eigentlich alle so nervös sind. Ein bisschen mehr Gelassenheit im Alltag tut also euch beiden gut.
Ein paar Dinge, auf die du achten solltest
Ein paar Klassiker der Weihnachtsdeko sind für Hunde leider echt gefährlich. Wenn du das im Hinterkopf behältst, sparst du euch unnötigen Stress (und den Notdienst-Besuch).
Vorsicht bei Pflanzen und Naschereien
Manche Pflanzen sehen toll aus, sind aber giftig, wenn die Fellnase doch mal probiert:
- Weihnachtsstern & Amaryllis: Verursachen oft heftiges Erbrechen oder Zittern.
- Eibe: Ist extrem gefährlich und kann sogar zum Herzstillstand führen.
Und das Wichtigste: Schokolade gehört nicht in den Hund! Das enthaltene Theobromin ist pures Gift für ihn. Je dunkler die Schokolade, desto kritischer ist es. Pack die Naschteller also lieber außer Reichweite.
Deko-Check
- LED statt Feuer: Echte Kerzen und wedelnde Ruten sind eine riskante Kombi. LED-Kerzen sind mittlerweile so gut, dass man den Unterschied kaum sieht – aber sie brennen nichts an.
- Kugeln: Glaskugeln zersplittern fies. Strohsterne, Holzanhänger oder Papierdeko sehen auch super aus und machen keine Scherben.
- Lichterketten: Achte darauf, dass keine Kabel am Boden rumliegen, die zum Kauen einladen. Ein kleiner Stromschlag kann böse enden.
Möchtest du auch nach den Feiertagen entspannt durch den Tag gehen?
Nicht nur Weihnachten fordert uns heraus – auch der ganz normale Alltag hält viele kleine Hürden bereit. Damit ihr nicht nur im Advent, sondern das ganze Jahr über ein eingespieltes Team seid, habe ich etwas für dich vorbereitet. Hol dir mein E-Book „In 5 Schritten zum alltagstauglichen Hund“ für 0 € und leg den Grundstein für ein harmonisches Miteinander.
Der Weihnachtsbaum: Standfest muss er sein
Ein Baum im Wohnzimmer ist für viele Hunde erst mal ein seltsames Objekt. Sorg dafür, dass er in einem schweren Ständer steht. Wenn du einen sehr quirligen Hund hast, sicher den Baum am besten noch mal mit einer Schnur an der Wand.
Ein kleiner Tipp: Decke das Wasser im Baumständer ab. Das ist oft voll mit Harz oder Pestiziden vom Baum – kein gesundes Getränk für deinen Vierbeiner.
Geschenke, die wirklich Freude machen
Natürlich darf dein Hund auch was auspacken! Aber statt Plastik-Quietschies, die ihn nur hochputschen, sind Sachen besser, die ihn beschäftigen:
- Nasenarbeit: Ein Schnüffelteppich ist super, um ihn mental auszulasten.
- Kauspaß: Eine getrocknete Rinderkopfhaut sorgt für Entspannung (Kauen baut Stress ab!).
- Auspack-Spaß: Pack sein Leckerli einfach in altes Packpapier ein. Das „Erbeuten“ macht ihm riesigen Spaß.
Ruhe ist das Stichwort
Wenn die Familie kommt, wird es laut. Dein Hund braucht einen Ort, an dem er wirklich seine Ruhe hat. Das sollte sein „Safe Space“ sein, wo ihn niemand stört – auch keine Kinder, die ihn mal eben knuddeln wollen.
Besuch managen:
Lass ihn nicht jeden Gast an der Tür begrüßen. Warte, bis sich alle hingesetzt haben und Ruhe eingekehrt ist. Erst dann darf er (wenn er will) mal gucken kommen. Wenn er knurrt oder weggeht, nimm das ernst. Er sagt dir damit einfach: „Das ist mir gerade zu viel.“
Schlemmen ohne Reue
Wir lieben unser Festessen, aber der Hundemagen ist nicht für Gänsebraten gemacht. Fettiges Essen kann eine schmerzhafte Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen.
Lass die Finger von:
- Gekochten Knochen: Die splittern und können den Darm verletzen.
- Rosinen & Zwiebeln: Sind giftig für Hunde.
- Süßstoff (Xylit): Ist oft in Keksen und für Hunde lebensgefährlich.
Wenn er mitfeiern soll, koch ihm einfach ein bisschen Pute mit Möhren ohne Gewürze. Da freut er sich riesig drüber.
Bleib bei euren Ritualen
Egal wie voll der Terminkalender ist: Dein Hund braucht seine gewohnten Gassirunden zu den üblichen Zeiten. Das gibt ihm Sicherheit. Geh lieber eine Runde im ruhigen Wald als durch die trubelige Innenstadt. Ein entspanntes Suchspiel auf der Wiese hilft ihm viel mehr beim Runterkommen als wildes Ballwerfen.
Fazit
Weihnachten mit Hund funktioniert am besten mit einer ordentlichen Portion Gelassenheit und einem Auge für die kleinen Gefahren. Wenn du ihm genug Rückzugsmöglichkeiten gibst und bei euren Routinen bleibst, wird das Fest für euch beide eine entspannte Zeit.
Gemeinsam entspannt durch jede Situation
Ein stressfreies Weihnachtsfest ist ein wunderbarer Anfang. Aber wie sieht es im restlichen Jahr aus? Ob beim entspannten Spaziergang, beim Warten im Café oder wenn Besuch kommt – ein alltagstauglicher Hund schenkt dir unendlich viel Freiheit und Lebensfreude.
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FAQ – Kurz und knapp
Wir fahren weg, was muss mit?
Denk an sein gewohntes Körbchen und seine Decke, damit er auch woanders einen Anker hat. Im Auto alle Stunde mal eine Pause machen.
Mein Hund hat Angst vor fremden Leuten, was tun?
Zwing ihn zu nichts. Er muss niemanden begrüßen. Ein Kausnack in einem separaten Zimmer ist oft die beste Lösung für alle Beteiligten.





